Sandro Bamert und Pascal Jutz vom EMBCM sind mit 4 weiteren Schweizern nach Norwegen gejetet.
Hier ein kleiner Bericht.
Am 10. Januar 2013 trafen wir uns mit den anderen Schweizer am Flughafen, um
nach Oslo zu fliegen. Die Flugzeit betrug gute zwei Stunden. Somit waren wir
schon um 9.15 Uhr am Oslo Airport angekommen. Es war recht kalt und wir mussten
uns warm anziehen. Am Flughafen bekamen wir die Schlüssel für den Mietwagen und
fuhren nach Moss. Nach gut einer Stunde und 100km Fahrt kamen wir in der Halle
an. Die Halle war nur auf 14 Grad beheizt, was nicht sehr warm war. Auf den
ersten Blick war die Piste grossartig und brachte uns ein bisschen zum Staunen.
Die Halle sah aus wie die super Pisten in den Staaten.
Die
Strecke war sehr anspruchsvoll. Der Belag war ein steinharter Lehm mit vielen Sprüngen und einer
Steilwandkurve.
Nach einer kurzen Streckenbesichtigung gingen wir in unser Hotel, um unser
Gepäck ins Warme zu stellen. Kurze Zeit später stiegen wir wieder ins Auto und
fuhren nach Oslo zu einer kleinen Stadtbesichtigung. Wenn wir schon mal in
Norwegen waren, mussten wir doch auch die Hauptstadt anschauen. Wir bummelten
ein bisschen durch die Strassen und schauten uns diverse Sehenswürdigkeiten an.
Unteranderem auch die Oper von Oslo, welche als größtes norwegisches
Kulturprojekt gilt. Die Fassade, des einem treibenden Eisbergs nachempfundenen
Gebäudes, wurde komplett aus Marmor gestaltet.
Später am Abend gingen wir in ein Steakhaus Abendessen und genossen noch einen
Drink in einer Bar.
Am Freitag (11.01.12) trainierten wir erstmals in der Halle. Es stand freies
Training auf dem Programm. Nach ein paar Akkus fanden wir uns schon gut zu
Recht mit der Piste. Ausser die 4-er Welle, die hatte es in sich. Die Wellen waren
nicht schön präpariert und es hatte sehr viele Unebenheiten bei der Anfahrt.
Man konnte die ersten 2 Wellen nur ganz rechts anfahren, ansonsten kam man in
Schräglage oder erst gar nicht bis zur Landung. Den zweiten Sprung konnte man
mit dem 2WD praktisch vergessen. Nur wenn man die erste Welle Perfekt getroffen
hatte, konnte man die zweite springen. Dadurch haben wir alle unsere Autos ziemlich
geschädigt. Von diversen Schwingen über Dämpferbrücken bis hin zu einer ganzen
Chassisplatte, ging alles in die Brüche.
Auch noch erwähnenswert sind die Reifen. Nach 20 Minuten Fahrzeit hatte man
schon fast Slicks. Grund dafür ist sicherlich die steinharte Piste, aber auch
ein Teerabschnitt, welcher die Reifen förmlich abschliff.
An dem Tag sah es gar nicht nach einem Rennen aus, die Strecke war nicht
überall in einem Top Zustand, die Streckenbegrenzungen schauten Teils einfach
in die Strecke, kaum Verpflegung und auch die Toilette sah nicht wirklich toll
aus. Das setzte sich am Wochenende leider fort. Die Piste und deren Begrenzung wurden
nicht ein einziges Mal repariert oder Gefahrenstellen bereinigt, was mir eine
Hinterachse gekostet hat. Auf der Geraden schaute ein Rohr in die Strecke und
ich übersah dies, henkte mit dem Hinterrad an und weg war die Achse…
Am Samstag standen die 2WD Trainings-, Vor- und Finalläufe auf dem Programm. Am
Morgen, zwei kurze Trainingsläufe, dann kamen die Vorläufe.
Resultate nach den Vorläufen (54
Starter):
7. Patrick Hofer (A-Final)
17. Peter Forster (B-Final)
19. Fabian Luca Widmer (B-Final)
22. Sandro Bamert (C-Final)
23. Patrick Vogt (C-Final)
35. (Ich) Pascal Jutz (D-Final)
Sandro kam noch nicht ganz auf Touren und ich hatte Pech mit der Gruppeneinteilung.
Weil mein Transponder im Training nicht zählte, musste ich in der letzten
Gruppe mit viel Verkehr starten. Mangels Erfahrung konnte ich mit dem Überrunden
nicht warten und machte Fehler um Fehler, was mir einfach keinen guten Lauf
brachte.
In den Finalläufen konnten sich die Schweizer noch ein bisschen nach vorne
kämpfen.
Im A-Final konnte sich Patrick Hofer dank einem 4. und einem 3. Platz auf den
5. Schlussrang nach vorne kämpfen. Peter Forster und Fabian Luca Widmer
versuchten sich im B-Final nach vorne zu verbessern, Fabian schaffte dies,
Peter leider nicht. Patrick Vogt fuhr einen Rang nach vorne und Sandro Bamert
hatte leider einen Ausfall. Vom 5. Startplatz im D-Final konnte ich ein paar
Plätze gut machen und beendete den Lauf als Zweiter.
Schlussklassement 2WD:
5. Patrick Hofer
16. Fabian Luca Widmer
19. Peter Forster
22. Patrick Vogt
29. Sandro Bamert
32. Pascal Jutz
Am
Sonntag standen die 4WD Läufe an.
Resultate nach den Vorläufen (51 Starter):
4. Patrick Hofer (A-Final)
13. Sandro Bamert (B-Final)
18.
Patrick Vogt (B-Final)
25. Fabian Luca Widmer (C-Final)
31. Peter Forster (D-Final)
33. Pascal Jutz (D-Final)
Patrick Hofer fuhr erneut im A-Final. Im ersten Lauf fuhr er auf den
starken zweiten Platz, was uns schon ein bisschen auf einen Podestplatz hoffen
lies. Leider wurde er im 2. und 3. Finallauf vom Pech verfolgt und hatte sogar
noch einen Ausfall zu verkraften.
Sandro Bamert und Patrick Vogt bekämpften sich im B-Final mit den hart
fahrenden Norwegern. Mit dem schlechteren Ende für die zwei Schweizer. Fabian
Widmer fuhr aus gesundheitlichen Gründen nicht im C-Final mit. Peter Forster
bewies, dass die Vorlaufplatzierung eindeutig nicht seinem Können entsprach. Nach
dem vielen Pech in den Vorläufen, sicherte er sich den D-Finalsieg. Ich konnte
leider nur gerade mal eine ganze Runde zu Ende fahren, da sich ein Stift der
Antriebswelle verabschiedete.
Schlussklassement 4WD:
5. Patrick
Hofer
17. Patrick Vogt
18. Sandro Bamert
30. Fabian Luca Widmer
31. Peter Forster (D-Final Sieger)
39. Pascal Jutz
Zum Abschluss des Sonntags fuhren wir nochmals
nach Oslo und gingen sehr fein Essen.
Über den Preis des Essens schreibe ich jetzt lieber nicht…
Fazit für alle Schweizer:
Viele Hochs und Tiefs mussten wir leider verkraften. Aber mit den richtigen
Leuten, macht es trotzdem Spass.
Bilder gibt’s im Fotoalbum